Keramikwerkstattblog

Schlagwort: Garten

Zehn neue Brunnenköpfe 2024

Zehn neue Brunnenköpfe 2024

Zehn neue Brunnenköpfe 2024

Mein mit Abstand meist gelesener Beitrag auf diesem Blog, zeigte letztes Jahr schon zehn Wasserspuckerköpfe. Hier präsentiere ich mal wieder einige dieser Exemplare. Man muss sich die Herren jetzt mal im Wasserbecken mit zwei Händen vorn am Beckenrand vorstellen.
Auf Töpfermärkten interessieren sich ja wirklich viele Leute dafür. Dann fotografieren die Leute mein Firmenschild und gehen weiter. Tja… und hier auf der Webseite erfahren sie, dass ich meine Keramik nicht versende. Also – wer sieht und will – kauft sofort.

Gern stelle ich sie eigentlich gar nicht her. Viel Arbeit bei wenig Gewinn, wenn man es mit anderen Artikeln vergleicht. Besonders die Hände sind echt langweilig beim modellieren. Aber es sorgt halt doch dafür, dass die Menschen länger am Stand verweilen. Das ist gut. Uuund ganz wichtig – es ist Keramik auch für Männer. Zwischen all dem Geschirr sind nicht alle Herren stets begeistert. Wenn es etwas mit Technik oder Garten (Wasser, Schläuche, Pumpen) zu tun hat, interessieren sich auch viele männliche Marktbesucher etwas mehr. Aber ich lass das Thema mal jetzt besser. Ich nenne es Berechnung, andere sehen sofort „Stereotype“. Zu viele Minen heutzutage…

Kartoffeln 2023

Kartoffeln 2023

Kartoffeln 2023

Leute die Keramik mögen oder herstellen, sind ja recht oft auch bodenständig. Und so gehört der Garten rund um meine Töpferwerkstatt einfach zum Arbeitsalltag dazu. Ich schreibe halt recht selten dazu. Jetzt wo ich die letzten Kartoffeln aus der Erde geholt habe, schreibe ich mal was darüber.

Schon immer habe ich gern neue Kartoffelsorten probiert. Aber oft fühlte ich mich von den Anbietern etwas verschaukelt. Nicht überall wo festkochend dran stand, war auch festkochend drin. Und als im letzten Jahr die Hälfte der gelieferten Saatkartoffeln nicht keimten, habe ich dieses Jahr im Baumarkt zugeschlagen. Der Onlinekartoffelversender bei dem ich kaufte, wird von mir nie mehr etwas hören. Wer mich verarscht ist raus. Für immer. (Ich stand Ende Mai mit halb leeren Beet da, was dann mit Bohnen gefüllt werden musste…)

Die Sorte des Jahres 23 bei mir war „Cilena“. Und ich bin sehr zufrieden. Wirklich festkochend, vom Geschmack gut und die Erntemenge ausreichend. Seit August habe ich mir die benötigten Knollen jeweils direkt aus dem Beet geholt. Jetzt mussten sie heraus, bevor der Frost kommt oder die Schnecken alles anfressen. Cilena kann ich empfehlen. selbst für den Grill super (7 Minuten vorkochen).

Geschmacklich sind freilich „Bamberger Hörnchen“ eine Nummer besser. Aber wegen ihrer Form sind die nicht so meine Wahl. Wer im Kleingartenverein einfach nur gut da stehen will, dem empfehle ich „Sarpo Mira“. Die sind super robust, stehen bis in den Herbst hinein voll im Kraut. Im Frühjahr legen und etwas anhäufeln und den Rest des Jahres höchstens mal wässern. Sieht aus, als ob man der Supergärtner wäre. Sehr resistent gegen Fäule. Vor allem kann man gigantisch große Kartoffeln ernten. Leider nicht wirklich festkochend und auch im Geschmack nicht der Renner. Für Kartoffelbrei aber geeignet. 😉 Manche wurde so groß, dass sie innen hohl waren.

Also meine Kartoffeln 2023 ist die Cilena. Einfach weil nicht nur die Erntemenge entscheidend ist. Wenn ihr eine andere Sorte favorisiert, würde ich mich über ne Mail dazu freuen.

Ton in Ton

Ton in Ton

Ton in Ton

Wenn ich hier selten schreibe, ist es nicht immer ein schlechtes Zeichen. Erst war allerhand Stress mit vielen Märkten und jetzt hält mich mein Garten auf Trab.
Beim Markt in Bürgel war ja auch wieder der Keramikpreis ausgeschrieben. Motto lautete „Ton in Ton“. Das war so kein Thema für mich, aber Wettbewerbe leben ja auch von Teilnahme.

Es waren dieses Jahr nicht sehr viele Exponate im Ausstellungsraum. Und eigentlich haben 95% der Keramiker bei Ton in Ton wohl an Klang gedacht, als sie ihre Stücke fertigten. Und dann stand da meine kleine, braune Schale… 🙂
Eine mich nicht kennende Kollegin fragte in die Runde: was denn bei Ton in Ton die Schüssel zu suchen hätte? Leider stand auf dem Schild zu meinem Exponat nur „Schale“, statt wie angemeldet „Ton in Ton“. Aber ob es geholfen hätte, wenn man nur an Klänge denkt?

Nichts lag für mich näher, Ton als (Lehm)Glasur zu verwenden. Und da es nicht Ton AUF Ton hieß, war eine Schale naheliegend. Es ist also Ton IN Ton.
Damit es nicht zu einfach ist, habe ich noch einen Ausguss und Griff zugefügt. Ich hatte auch größere Exemplare gedreht. Allerdings war das dann technisch nicht gut. Die Größe vom „Griff“ muss ja auch das Gewicht einer gefüllten Schale entsprechen. Bei großen Durchmesser kommt da einiges durch die Hebelwirkung zusammen. Deshalb funktioniert die Sache wohl nur bis zu einem Durchmesser von so 25cm.

Letzten Endes habe ich es mir freilich einfach gemacht und auch keinen Preis erwartet. So völlig offene Mottos sind nicht mein Ding. Wobei ich in der Masse schon erwartet hatte, dass da am Ende nicht über 90% der Teilnehmer bei Ton an „Töne“ denken.
Wie konnte ich nur mal wieder abweichen? 😉 Egal. Die Schalen werden gekauft, was am Ende ja nicht unwichtig ist.

verzockt

verzockt

verzockt

Ich dachte mir so – los mach mal Wasserspuckerfische, die gehen auf Märkte recht gut weg. Aber ich hatte längst vergessen, wie ich die beim letzten mal gemacht habe. Klar, irgendwie gedrehter Körper und dann verformen und anmodellieren. Hat irgendwie nicht geklappt. Nun stand da ein Schwung dieser Körper auf dem Brett und ich bekam keine Fische damit hin. Muss ja auch in einem vernünftigen Zeitraum umgesetzt werden, wegen dem Preis.

Aber Vogel geht immer. Schnabel und Augen dran – fertig. Kleiner als Zaunsitzer, dennoch auf einem Stock im Beet sicher brauchbar. Puuuh, gerade nochmal gut gegangen. Verdammt – wie habe ich vor zwei Jahren die Fische gemacht? 🙂

erstes grün

erstes Grün

erstes Grün

Da wartet man auf den Winter, aber er kommt einfach nicht. Mittlerweile schauen die ersten Tomaten, Kohlrabi und Gurken schon aus ihrem Anzuchtssubstrat.
Was sich so neben Corona alles in der Welt tut, bekommt ja jeder selber mit. Muss ich nicht auch noch drüber schreiben. Aber schon über die Schlüsse die man zieht und was es für mich bedeuten wird. Da ist mein Garten in diesem Jahr wohl besonders wichtig. Auch Lebensmittel werden im Preis steigen. Da weiß man wenigstens, warum man so viel Zeit auch im Garten verbringt.

Grün ist die Hoffnung – heißt es immer. Für Töpfer stehen spannende Zeiten an. Wahrscheinlich bricht ein Drittel der Kundschaft weg, die einfach ihr Geld für Energie und Lebensmittel aufwenden müssen. Keramik ist eben genau genommen schon Luxus. Höchstwahrscheinlich wird die Anzahl der Glücksritter -die ohne jegliche Ausbildung- mit Keramik ihr Einkommen aufbessern, erneut ansteigen. Das wäre nicht so ein Problem, wenn dadurch nicht so viel Mist auf den Markt käme. Das versaut das Ansehen vieler Kollegen.
An Preiserhöhungen werden wohl auch die Töpfer nicht umhin kommen. Zehn Prozent werden nicht einmal reichen. Wir brauchen auch Energie zum brennen, Ton kostet mehr Fracht und der Töpferbus muss ja auch irgendwie zum Markt. Ich habe schon letztes Jahr begonnen, die Märkte mehr nach Entfernung zu wählen. Man darf gespannt sein, wie sich alles entwickelt in der Kunsthandwerksbranche.

Ich selber bin glücklicherweise recht flexibel. Kosten niedrig halten, keine Angestellte und keine teure Werkstattmiete. Ihr werdet mein „Zeugs“ also weiter bekommen. Irgendwann auch wieder per Shop. Aber das wird noch dauern. Jetzt fiebere ich dem ersten Markt bereits im April entgegen. Neue Ideen gibt es auch. Aber das probiere ich lieber direkt am Marktstand aus, statt hier lang und breit bekannt zu machen.

Gurke auf Kürbiswurzel

Gurke mit Kürbiswurzel

Gurke mit Kürbiswurzel

Den Gartenteil im Blog habe ich lange vernachlässigt. Dabei verbringe ich ja momentan die meiste Zeit im Garten. Seit ungefähr drei Jahren habe ich große Probleme mit den Gurkenpflanzen. Die sterben ab, bzw werden krank und eigene Gurken gab es lange nicht mehr. Wie es so ist, man sucht im Internet nach einer Lösung. Hier ist mein Versuch für dieses Jahr.

Ich setze Gurkenpflanzen auf die Wurzeln einer Kürbispflanze. Der Kürbis hat wohl eine robustere Wurzel. Ich nenne es meine „Frankensteingurke“. Damit bei der „Operation“ die Pflanzen in etwa gleich groß sind, müssen die Gurkensamen eher in die Erde. Erst wenn die Gurkenpflanze erste Blätter hat, kommen die Kürbissamen zur Aussaat.

Was ich nun gemacht habe, erklärt sich ja aus dem Bild. Mit einem Skalpell die Stiele der ausgegrabenen Pflänzchen entsprechend eingeschnitten. Dann die Pflanzen ineinander gesteckt. Die Stelle habe ich dann umwickelt. Da es für mich Premiere war, habe ich mehrere Varianten probiert. Malerkreppband, Draht, Büroklammern, Folie. Muss sich herausstellen, was am besten ist. In 14 Tagen sollten sich die Pflanzen verbunden haben.

Die Pflanzenduos kommen dann so zusammen jeweils in einen Topf mit Erde. In zwei Wochen wird dann die Gurkenwurzel und das Kürbisoberteil abgeschnitten. Dafür habe ich sicherheitshalber die zukünftigen Schnittstellen mit einem dünnen Draht markiert.

Bin mal gespannt, ob das klappt? Aber schon bekloppt, was man heute alles tun muss, um 0815 Gartenpflanzen überleben zu lassen. Birnen, Kirschen, Bohnen, Kohlrabi, Möhren… – überall Probleme. ;( Mal hoffen, dass ich dieses Jahr wenigstens wieder eigene Gurken ernten kann. Ich werde berichten, wie es mit Gurke mit Kürbiswurzel geklappt hat.

#Update:
Die Pflanzen müssen unbedingt von gleicher Stärke sein. Dick und dünn kombiniert, hat wenig Chancen. Beim fixieren der Pflanzen haben Papierklebeband und Draht versagt. Bestes Ergebnis brachte ein Wollfaden. Viel und fest umwickeln. Dabei darauf achten, dass die Schnittstelle höher als das Erdniveau ist.

fuck-you-maulwurf

f*ck you Maulwurf

Neulich so im Garten… Da ist anscheinend nicht jeder Fan. 😉

hoch hinaus

Habe einige Varianten von Gartenstelen gefertigt. Möglichkeiten und Varianten gibt es viele. Ich bin mir noch nicht so sicher, wie man sie optimal auf einem Markt anbietet. Bei der Höhe kommen kleinere Personen gar nicht oben an die Spitze heran. Da scheidet das eigenständige zusammen stellen durch den Kunden aus. Oft hatten Leute auch Angst, dass solch ein Gartenstab umfällt. Dabei ist das durch den Eisenstab innen gar nicht möglich. Nun gut – ich muss da mal weiter daran arbeiten.

Bohnen

Bohnen anno 2018

Bohnen…

…ja du hast richtig gelesen. Wie angedeutet, geht es hier ab und an auch um Gartenthemen. Meine Werkstatt ist von einem Garten umgeben und somit beschäftige ich mich täglich mit diesem Stückchen Land. Zudem stehen die meisten Keramikliebhaber diesen Themen ziemlich nah. Und mit den lieben Bohnen habe ich seit wenigen Jahren Probleme.


Bohnen gehörten schon immer zu meinem festen Aussaatprogramm. Es wuchs wie Unkraut. Doch die letzten zwei Jahre gab es hier Probleme. Von hundert Samen gingen höchstens zwei, drei Stück auf. Im besten Fall schaute ein kleiner, kahler, grüner Stumpf aus der Erde. Was war/ist da los? Die fiese, gemeine Bohnenfliege trägt die Schuld. Irgendwie habe ich mit einer frischen Ladung Mutterboden diese Pest angezogen.

Es gibt hier nur eine Lösung. Die Bohnen werden in einer gut abgedeckten Kiste zum keimen gebracht und erst später in das Beet gesetzt. Dazu natürlich nicht die heimische Erde vom Beet verwenden. Und da sich in unserer Umwelt anscheinend selten etwas zum Guten ändert, werden wohl immer mehr Hobbygärtner diese Probleme bekommen. Wäre schlimm, wenn ich keine chiliescharf und mit Knoblauch angesetzten Einweckbohnen mehr hätte… Man kann ja nicht nur Kartoffelbauer sein. 🙂 Falls ihr Fragen habt, nehmt Kontakt zu mir auf.

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