Keramikwerkstattblog

Kategorie: Töpferleben Seite 1 von 10

große Böden

Große Böden

Große Böden

Bei großen Gefäßen hat man oft das Problem, dass sie sich nicht von der Scheibe heben lassen. Zumindest solange sie noch weich sind. Man kann es auf verschiedene Arten lösen. Gipsplatten mittels etwas Ton auf den Scheibenkopf kleben ist aber etwas umständlich.

Für kleinere Böden gibt es allerhand Lösungen im Handel. So auch bei Alfi Ribs. Hier passen handelsübliche 15cm Fliesen hinein. Allerdings brauche ich wegen solch kleinen Töpfchen höchstens in Ausnahmefällen eine Hilfe zum abheben des Rohlings. Ganz im Gegenteil. Wenn sich dabei etwas leicht verformt, erhält es etwas Charakter. Stört mich nicht.

Nun hatte ich bereits Ende 2023 solch Alfi Batt System erstanden. Jetzt hatte ich Zeit und Muse, mich mal damit zu beschäftigen. Um das System für große Gefäße zu nutzen, habe ich mir runde 35cm Platten aus einer Siebdruckplatte geschnitten. Unten wollte ich Sperrholz anschrauben, welches die Abmessungen einer Fliese haben. Tja… – das ging nicht, weil das Sperrholz zu dick war. Da habe ich halt die Fliese an die 35er Platte geklebt. Guter Baukleber aus der Kartusche wurde verwendet.

Dabei habe ich die Stärke der Klebstoffschicht nicht bedacht. Nun hat die Platte auf dem Rahmen gekippelt. Die Lösung war simpel, wenn auch nicht komfortabel. Habe 8 Stücke Gummi aus einem alten Autoschlauch geschnitten. Die kommen zwischen Töpferscheibe und Battrahmen. So bleibt das System weiter mit den 15er Fliesen nutzbar und bei Verwendung der großen Platten wackelt nichts. Funktioniert gut. Bin zufrieden damit.

Räuchermann im Geschirrspüler

Räuchermann im Geschirrspüler

Räuchermann im Geschirrspüler

Wenn die Räuchersaison vorbei ist, landen meine Räucherfiguren im Geschirrspüler. Bislang ist da nie etwas negatives passiert. Der Teer welcher sich innen ansammelt wird so gut reduziert. Ganz weg bekommt man die Verschmutzung zwar nicht, aber es funktioniert doch recht gut. Ein weiterer Vorteil von Keramikräucherfiguren.

Allerdings sollte man es nicht pauschal mit allen Räucherfiguren aus Keramik machen. Die Keramik sollte schon halbwegs dicht gebrannt sein. Man sieht da so einiges an manch Keramikstand, auf diversen Märkten…

2024

2024

2024

2024 ist schon ein paar Tage alt. Mein letzter Post ist auch etwas älter. In der Zwischenzeit lag die für mich arbeitsintensive Weihnachtssaison. Die war soweit okay. Nette Leute, mildes Wetter mit kaum Niederschlag und genug Umsatz, um nicht zum Amt zu müssen. Pünktlich danach meldete sich eine heftige Erkältung, welche mich eigentlich bis heute noch am arbeiten hindert. Bei Selbstständigen ist das dann eben Pech.

Momentan läuft die Bewerbungsphase für die kommende Marktsaison. Da sind keine besonderen Neuerungen geplant. Ich bin ja bescheiden. 😉 Neue Märkte sind halt auch oft nicht nur Chance, sondern auch Risiko.
Dementsprechend sieht auch die momentane Produktion aus. Die Temperaturen der letzten Woche haben die Werkstatt sehr auskühlen lassen. Da ist der Jahresstart nochmals schwieriger. Für einen Glasurbrand habe ich noch Ware stehen, was dann die Raumluft der Töpferwerkstatt auf erträgliches Maß bringen muss. Dann muss ich den Finger ziehen, aber mit etwas Druck kann ich gut um.

Was neue Artikel angeht, so habe ich viele Ideen. Die vom letzten Jahr sind leider meistens keine Durchstarter geworden. Aber man darf nicht stehen bleiben. Bin guter Hoffnung, auch für Stammkunden interessante Sachen unterm Schirm zu haben. Was 2023 endlich mal gut war: es wurden verstärkt Tassen gekauft. Da habe ich erst richtig Probleme gehabt. Aber ab Jahresmitte schienen Präsentation, Gestaltung und Preis, zu passen.

Was Märkte angeht: wer einen tollen Markt mit Seele kennt, darf mir gern davon berichten. Ich mag es ohne Stress, gern mit viel Kuchen und bevorzugt im Osten der Republik. Also auf auf – hinein ins Jahr 2024!

Himmel & Hölle

Himmel & Hölle

Himmel & Hölle

Neue Engel und Teufel am Start. Aber schon wieder kein weibliches Exemplar dabei. Heißt ja auch DER Engel und DER Teufel. Und dieses mal haben die Engel sogar Haare. Oh man, hab ich mir Mühe gegeben. 😉 Der Advent darf kommen.

kleinere Tassen

kleinere Tassen

kleinere Tassen

Es gibt doch tatsächlich immer wieder Leute, welche meine Tassen zu groß finden. Jetzt wollte ich dieses Problem angehen. Statt 320g Ton habe ich also 250g genommen. Das Ergebnis war auf den ersten Blick ernüchternd. So weit sind die beiden Gefäße gar nicht von einander entfernt, wenn man es zweidimensional betrachtet.

Allerdings sieht es beim Volumen dann doch unterschiedlich aus. Die 250g Tasse kommt so auf einen Inhalt von 0.4l, während die großen Tassen im Rekordfall auch 0.7l fassen. In diesem Fall ist es nicht ganz so ein Jumbobecher auf dem Bild. Der Ton war etwas zu weich für Rekorde. Es passen „nur 0.55l“ hinein.

Nun stellt sich die Frage: gehe ich mal besser noch weiter herunter? So das auch optisch eindeutiger der Unterschied ersichtlich wird. Habe keine Lust auf die sonst automatisch aufkommenden Preisfeilschereien. Am Ende ist es bei mir immer die gleiche Arbeit. Lediglich Material und Energie werden so 15 Cent günstiger sein. Normal kein Grund, die Tasse günstiger anzubieten. Konsequenz wäre, Jumbotassenpreis erhöhen.
Es wird sich zeigen. Erst mal austesten an der Livekundschaft. 🙂

Fail

Fail

Fail

Da sitzt man an der Töpferscheibe und dreht seine Töppe… Ein mal nicht aufgepasst und einen Topf etwas zu sehr eingedrückt abgestellt. Da kann man in Zeitlupe zusehen, wie sich das Gefäß von allein zusammen faltet. Eingreifen geht nicht, da man schon am nächsten Objekt tätig ist. Aber auch später war diese Tasse nicht zu retten. Sie sind einfach zu dünn…. Aber kein Ding. Passiert höchstens alle hundert Tassen ein mal. Dann passt man wieder auf.

Updates Pläne

Updates & Pläne

Updates & Pläne

Auf dem letzten Markt wurde wieder haufenweise mein Firmenkontaktschild fotografiert. Mittlerweile sollten viele der Interessenten hier im Blog gewesen sein. Oh Schreck – der Typ hat keinen Shop! Wie kann er nur…

Das ist immer mal Thema hier. Das Problem ist es, dass es ein einziges Minusgeschäft wäre. Sollte ich aber jemals einen Onlineshop eröffnen, dann wohl über etsy oder über meine Zweitseite toepferwerk.de. Am Ende läuft es darauf hinaus, dass der Aufwand für das versenden irgendwie bezahlt werden kann. Die durchschnittlich eine Stunde, die ich mit Kundenkommunikation, Rechnung, verpacken zubringe, muss abgefangen werden. Ich rechne (wenn ich arbeite) mit einem Stundenlohn von 30 Euro. Die Versandgebühr und Verpackungsmaterial zusätzlich, sind nicht zu vernachlässigen. Wenn ich also etwas versende, fallen für mich Kosten von 37 Euro an! Wie viele Kunden soll ich mir leisten können? Die Überlegung, einfach die Marktpreise meiner Produkte zu verdoppeln, bringt auch kein befriedigendes Ergebnis. Würde sich bei einer Tasse nicht mal lohnen, weil ich da immer noch unter Stundenlohn bleibe. Selbst dann wäre ich aber gegenüber vielen Hobbygießkeramiktassen auf etsy preislich günstiger. Man könnte auch sagen: egal was – 37 Euro Versandkosten. Dann wäre eine Stunde bezahlt (in der ich ja nicht produzieren kann) und die Paketgebühren wären dabei.


Klar – spätestens jetzt zeigen einem 99% der Kunden einen Vogel. Darum merken: wenn ihr mich auf dem Markt seht – kauft vor Ort! Dort bin ich gern, nehme mir die Zeit und ihr habt volle Auswahl.

Dann will ich noch mal den gegenwärtigen Status bei Socialmedia vermelden. Facebook/Whatsapp ist raus, bleibt raus. Bei Instagram wird der Account ideefactory.de nicht mehr mit Posts beliefert. Ich habe viele interessante Kollegen aus aller Welt dort für mich verlinkt und benutze den Account nur zum folgen von Töpferthemen.
Dafür ist schon eine Weile der Account toepferwerk.de dort aktiv. Da sieht man ab und an Keramikbilder. Nie die absoluten Renner, weil ich muss der Konkurrenz nicht noch Ideen gratis frei Haus liefern. Und ich werde wohl niemanden folgen. Brauch den Quatsch nicht. Wenn du mir nicht folgst, mach ich es auch nicht. Kleinkindgehabe… Entweder man will meine Keramik sehen, oder man lässt es. Punkt. Zudem kann dort eine Antwort dauern, da solch eine App bei mir nur auf dem alten Phone läuft. Das hat keine Kontakte gespeichert und bleibt immer daheim liegen. Anders läuft es bei mir nicht mit solch amerikanischen Datensammlern.

Seit einer Weile läuft von mir aber ein Mastodon Account. Ich finde das unterstützenswert. Bislang nur mit Bildern aus Thüringen. Aber sicher auch bald mal mit Keramikfotos. Da werde ich dann wohl auch jedem Follower folgen und auf Nachrichten schnell reagieren. Hier der Link zu meinem Profil auf einer kleinen privaten Instanz. Wäre schön, wenn man sich hier trifft.

Tassenbaum 3

Tassenbaum (3)

Tassenbaum (3)

Generalprobe bestanden. Zum letzten Markt hatte nun der Tassenbaum Premiere. Nichts ist umgefallen. Nichts ist herunter gefallen. Nichts hat gewackelt. Perfekt.

Das Publikum hat auch bei Andrang mitbekommen, dass es hinter den Menschentrauben um einen Töpfer mit echt tollen Tassen handelt. Was? Andrang? Wo? Schaut das Bild an. Erkennt ihr es schon? Es war kein Töpfermarkt. Und ab hier sind eh die meisten Keramiker raus. Man braucht schon eine etwas andere Auswahl auf dem Tisch, als die übliche Töpferware. Sonst kommt man auf so allgemeinen Märkten nicht auf sein Geld. Aber gute Tassen gehen immer.

Und übrigens – es war ein Fest! Auch mir. Wer mal mehr als ein 0815 Stadtfest erleben möchte – auf zum Weinfest in Radebeul im nächsten Jahr.

Zitronenpresse

Zitronenpressen

Zitronenpressen

Ich mag Zitronenpressen aus Keramik sehr. Die meisten Alternativen sind aus Kunststoff. Und ich mag ganz einfach nicht meine Lebensmittel extra an Plastik reiben. Schon gar nicht eine säurehaltige Zitrone. Allerdings sind solche Pressen schon anspruchsvoll in der Herstellung.

Wie sich herausstellte, kann man mit fast jedem Design den Saft aus der Frucht holen. Allerdings wollen die Kunden, dass es extrem effektiv aussieht. Nur einfach Rillen hinein ritzen, ist aber auch nicht so einfach. Damit es ordentlich aussieht, müssen die Rillen nach unten breiter werden, sonst sind die Abstände unten zu groß.

Ton auf die „Berge“ aufmodellieren, kam aus Zeit- und Kostengründen nicht in Frage. Wenn man bei so einem Teil über 30 Euro verlangt, wird es sicherlich zäh im Verkauf. Also muss sie schon in einer akzeptablen Zeit fertig gestellt sein. Ich habe dieses mal mehr Ton zum drehen genommen, damit die entsprechende Stelle ordentlich dick ist. Am schnellsten bekomme ich die Rillen hin, in dem ich mit kurzen Zwischenrillen arbeite. Acht Rillen welche bis zur Spitze führen und dann in die entstandenen Zwischenräume nochmals eine nicht so hohe Vertiefung. Die beiden grünen Zitronenpressen vom Bild sind so gefertigt. Bei der graublauen Version habe ich schräge Reihen probiert. Sie gut aus, dauert aber zu lange.

Erwischt man den richtigen Zeitpunkt, lässt sich der Ton dann recht gut mit einer eckigen Schlinge abtragen. Ein paar Ideen dazu habe ich noch. Farblich wurde es dieses mal Steinzeug grau und grün. Aber erst mal schauen, was die Kundschaft meint. Die Wahrheit wartet am Marktstand…

Clayboy Engel 2023

Clayboy Engel 2023

Clayboy Engel 2023

Alle Jahre wieder… Ich habe nach langer Pause wieder einige Clayboys hergestellt. Weil Weihnachten seine Schatten voraus wirft, wurden es selbstverständlich alles Engel. Wie immer verschroben, drollig, skuril. So wie halt Engel sind. Zumindest bei mir. Mal schauen, wenn ich einige auf dem nächsten Markt verkaufe, folgt sicher noch einmal Nachschlag in diesem Jahr. Und während alles um mich herum teurer und teurer wird, werde ich beim gewohnten Preis bleiben. Pro Zentimeter Höhe = 1,-€.

tassenbaum2

Tassenbaum (2)

Tassenbaum (2)

Der Fuß vom Tassenbaum ergab sich fast von allein, als ich im Baumarkt diese „T-Hülse“ für Balken erblickte. Aus einem zweiten Balken habe ich vier Stücke gesägt. Die größeren Stücke sind jeweils 60cm lang und für die kleineren ergaben sich dadurch 35cm. Die Balken miteinander verklinkt. Wie auf dem Bild ersichtlich, wurden dann zwei Füße in T Form verbunden. Diese steckt man einfach in die beiden Öffnungen der Metallhülse.

So ergibt sich eine Fußgröße von ungefähr 60cm x 75cm. Das sollte einen sicheren Stand garantieren. Da es auf dem Markt nur gesteckt werden sollte, habe ich noch eine Sicherung eingebaut. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass ein Kunde aus versehen die Füße vom Baum trennt, aber man weiß ja nie. 🙂

Aus diesem Grund habe ich noch zwei Dachlatten mit einem Holzdorn versehen, welche die Füße schnell sichern.
Es fiel mir erst später auf, dass ich hier auch zwei Holzplatten nehmen könnte. Mal schauen, eventuell mache ich das noch.
Wenn man die Bauteile günstig kauft, ist man mit einem Fuffi dabei. Ob es den Tassenumsatz ankurbelt, wird sich beim nächsten Markt zeigen.

Teil 1 vom Tassenbaumbau findest du HIER. Bilder vom Baum gibt es erst nach dem nächsten Markt. Und das wird wohl jetzt etwas dauern…

Tassenbaum

Tassenbaum (1)

Tassenbaum (1)

Zu Beginn der Marktsaison 2023, hatte ich so meine Probleme mit einem neuen Regal für Tassen. Es sah toll aus, aber der Umsatz blieb aus. Nach dem Regal geisterten zwei weitere Konzepte in meinem Kopf herum. Entweder eine riesige Etagere oder ein Tassenbaum. Ein Tassenbaum ist ungefähr wie ein Kleiderständer, nur eben für Tassen. Man kann ihn auch gut vor bzw neben den Stand stellen und so ungenutzte Flächen nutzen.

Nun gehöre ich zu den Typen, die auch mal ohne Kaufabsicht in Baumärkte gehen. Und da kam mir in der Gartenabteilung, beim erblicken eines grauen Metallteils, eine gute Idee. Das Problem am Tassenbaum ist nämlich der kippsichere Fuß des Gestells. Mit einem mal war der Bauplan im Kopf und die benötigten Materialien im Einkaufswagen.

Zuhause ging es aber erst mal an das vermeintlich kleinere Problem – die Haken für die Tassen in das Kantholz bringen. 14er Buchenholzstäbe und ein 14er Bohrer genügen nicht. Die Haken sollen ja leicht nach oben stehen, damit die Tassen nicht abrutschen können. Uh – mal wieder alles improvisieren musste. Ohne Bohrständer der Bohrtiefe und Anschlag liefert, geht es wahrscheinlich nicht. Wenn so ein Holzbohrer erst mal „greift“, dann hat man kaum mehr was im Griff.

Einen gleichbleibenden Winkel für die Haken wollte ich ja auch. Das habe ich mit dem Hack wie auf dem Foto gelöst. Einfach mittels zwei unterschiedlichen Hölzern am Bohrständerfuß die Bohrmaschine in einen immer anwendbaren Winkel gebracht. Scheiße, wenn man nur so allgemeines Werkzeug vor Ort hat. Tischler lachen sich hier sicher kaputt. Aber das Ergebnis zählt. 28 Löcher erfolgreich gebohrt.

Welches Bauteil mich im Baumarkt auf die Idee brachte und wie ich den Fuß gebaut habe, berichte ich demnächst im zweiten Teil über den Tassenbaum.

Töpfermarkt Römhild

Töpfermarkt Römhild

Töpfermarkt Römhild

Ich schreibe nicht oft über absolvierte Märkte. Es ist auch immer kompliziert, ein Foto ohne Abmahnpotential zu finden. Man muss halt die abgebildeten Leute verpixeln, damit man auf der sicheren Seite ist.

Der Markt in Römhild gehört zu meinen Lieblingsmärkten, da ich einen Standplatz im schattigen Park habe. Das ist sonst nur noch auf zwei weiteren meiner „Stammmärkte“ so. Dadurch herrscht eine viel ruhigere Stimmung. Für Gartenkeramik ist es ohnehin kein Nachteil. Römhild liegt abseits genug, so dass das Publikum nicht zufällig dort vorbei kommt. Somit hat man ein gutes Publikum vor Ort. Zudem ist das handwerkliche Niveau der teilnehmenden Keramiker recht hoch, was man von vielen anderen Märkten leider nicht behaupten kann.

In diesem Jahr war es extrem schwül. Aber kein Ding, die Kisten waren innen noch reichlich feucht vom letzten Ostseeunwetter. Dazu waren in Thüringen Schuleinführungspartys. Beide Umstände könnten einige Besucher gekostet haben. Dennoch war der Umsatz okay für mich. Klar – liegt an der geilen Keramik… ;o)

geleiert

geleiert

geleiert

Neue Tassen mussten her. Der Ton war perfekt. Wenn es schnell und gut läuft, nenne ich das „leiern“. Wenn man richtig schnell arbeitet, entstehen solche Längsriefen. Die Finger zieht man dabei so schnell hoch, dass die Wandung unterschiedlich dick ist. Eigentlich sind es nicht viele Rillen, sondern nur eine, welche sich von oben bis unten durchzieht. Wobei dick dann das falsche Wort ist. Festen Ton kann ich richtig dünn ziehen. Wenn manchmal ein Klumpen oder Steinchen im Ton ist, hat das Gefäß dort ein Loch, wenn ich es auf das Brett stelle. Es wird später geschlossen, wenn ich die Teile mit Henkeln versehe.

So sind dieses mal richtig geile Tassen entstanden. Kein Schnickschnack dran, um einen guten Preis bieten zu können. Ich würde sie alle am liebsten selber kaufen. 😉

neue Farben

neue Farben

neue Farben

Gerade schrieb ich noch von Hitze, da hat es nach dem Siebenschläfertag mit regnen begonnen. War schon gut, denn es sparte mir einige Zeit im Garten.
Im Lauf des Jahres mache ich ja immer wieder Glasurproben. Durch einen Zufall ergab sich eine grau-grüne Kombination. Die gefällt mir richtig gut wird recht begeistert angenommen. Und wenn ich schon mal von Wasser schreibe – dann darf es auch ein Foto mit Wasser sein.

War an der Küste zum Markt. Wirklich böses Wetter gehabt. So mit Regen waagerecht und Marktabbruch. Kann man nicht ändern. Wer viel Sonne hatte, bekommt auch mal Regen.

Sommer 23

Sommer 23

Sommer 23

Manchmal ganz schön praktisch, wenn die Sonne ballert. Manch Keramiken drehe ich so dünn, dass sie beim glasieren „absaufen“. Der Scherben kann nicht genug Wasser von der Glasur aufnehmen. Somit muss man geduldig sein. Oder man nutzt die Kraft der Sonne. 🙂 Also landen die frisch glasierten Becher hier für eine Weile vor der Werkstatt.

Einer der Nachteile des Sommers? In Städten ohne Touristen laufen die Märkte schlechter. Saure Gurken Zeit. Zudem sind die Gärten geschmückt und langsam verkauft sich Gartenkeramik schlechter. Muss also schon an Weihnachten denken. In 5 Monaten….

Ton in Ton

Ton in Ton

Ton in Ton

Wenn ich hier selten schreibe, ist es nicht immer ein schlechtes Zeichen. Erst war allerhand Stress mit vielen Märkten und jetzt hält mich mein Garten auf Trab.
Beim Markt in Bürgel war ja auch wieder der Keramikpreis ausgeschrieben. Motto lautete „Ton in Ton“. Das war so kein Thema für mich, aber Wettbewerbe leben ja auch von Teilnahme.

Es waren dieses Jahr nicht sehr viele Exponate im Ausstellungsraum. Und eigentlich haben 95% der Keramiker bei Ton in Ton wohl an Klang gedacht, als sie ihre Stücke fertigten. Und dann stand da meine kleine, braune Schale… 🙂
Eine mich nicht kennende Kollegin fragte in die Runde: was denn bei Ton in Ton die Schüssel zu suchen hätte? Leider stand auf dem Schild zu meinem Exponat nur „Schale“, statt wie angemeldet „Ton in Ton“. Aber ob es geholfen hätte, wenn man nur an Klänge denkt?

Nichts lag für mich näher, Ton als (Lehm)Glasur zu verwenden. Und da es nicht Ton AUF Ton hieß, war eine Schale naheliegend. Es ist also Ton IN Ton.
Damit es nicht zu einfach ist, habe ich noch einen Ausguss und Griff zugefügt. Ich hatte auch größere Exemplare gedreht. Allerdings war das dann technisch nicht gut. Die Größe vom „Griff“ muss ja auch das Gewicht einer gefüllten Schale entsprechen. Bei großen Durchmesser kommt da einiges durch die Hebelwirkung zusammen. Deshalb funktioniert die Sache wohl nur bis zu einem Durchmesser von so 25cm.

Letzten Endes habe ich es mir freilich einfach gemacht und auch keinen Preis erwartet. So völlig offene Mottos sind nicht mein Ding. Wobei ich in der Masse schon erwartet hatte, dass da am Ende nicht über 90% der Teilnehmer bei Ton an „Töne“ denken.
Wie konnte ich nur mal wieder abweichen? 😉 Egal. Die Schalen werden gekauft, was am Ende ja nicht unwichtig ist.

Tassenregal

Tassenregal

Tassenregal

Ab und an versucht man auch mal, den Marktstand zu optimieren. Vor dem ersten Markt,habe ich mir deshalb auf die Schnelle ein Tassenregal zusammen gezimmert. Von denen würde ich gern mehr verkaufen. Es war auf dem hinteren Tisch mittels Schraubzwingen am Tisch befestigt. Sah gut aus. Viele Tassen auf einmal – gut präsentiert. Aber die Kunden kamen nicht an das Regal heran. Der Verkauf der Tassen kam ins stocken. Mit einigen kleinen Änderungen am Stelllplatz auf folgenden Märkten, änderte sich leider nichts.

So habe ich kurzerhand am letzten Wochenende den Stand umgekrempelt. Tassen vorn, unten, zentral – jeder kann sehen und anfassen. Dafür mussten andere Gartenartikel weichen und wurden draußen platziert. Das Ergebnis war ernüchternd. Nicht nur wenig Tassen verkauft, sondern auch keine Springbrunnen, welche normal dort stehen. Am Sonntag habe ich nochmals umgeräumt.

Das Regal wurde ausgemustert. Und siehe da… Tassen und Brunnen verkauften sich wieder. Ist alles nicht wirklich immer logisch. Dennoch hätte ich gern wieder den durch das Regal gesparten Platz, für andere Keramiken. Werde wohl einen „Tassenbaum“ vor dem Stand probieren müssen. Würde gern noch mehr Tassen verkaufen, da die mir wirklich gut von der Hand gehen. Dadurch kann ich sie recht günstig anbieten und was das Gewicht angeht, 260 g bei 0,7l Inhalt – da gehören meine Pötte zu den Leichtgewichten. Dabei drehe ich sie nicht mal ab. 😉 Naja – es gibt auch Humpenliebhaber und die Geschmäcker sind weit gefächert…
Bleibt nur die Frage: was mache ich mit dem Regal? Habe keine Lust mehr auf Experimente die nicht klappen. 🙂

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