Keramikwerkstattblog

Kategorie: Töpferleben Seite 1 von 9

Tassenbaum 3

Tassenbaum (3)

Tassenbaum (3)

Generalprobe bestanden. Zum letzten Markt hatte nun der Tassenbaum Premiere. Nichts ist umgefallen. Nichts ist herunter gefallen. Nichts hat gewackelt. Perfekt.

Das Publikum hat auch bei Andrang mitbekommen, dass es hinter den Menschentrauben um einen Töpfer mit echt tollen Tassen handelt. Was? Andrang? Wo? Schaut das Bild an. Erkennt ihr es schon? Es war kein Töpfermarkt. Und ab hier sind eh die meisten Keramiker raus. Man braucht schon eine etwas andere Auswahl auf dem Tisch, als die übliche Töpferware. Sonst kommt man auf so allgemeinen Märkten nicht auf sein Geld. Aber gute Tassen gehen immer.

Und übrigens – es war ein Fest! Auch mir. Wer mal mehr als ein 0815 Stadtfest erleben möchte – auf zum Weinfest in Radebeul im nächsten Jahr.

Zitronenpresse

Zitronenpressen

Zitronenpressen

Ich mag Zitronenpressen aus Keramik sehr. Die meisten Alternativen sind aus Kunststoff. Und ich mag ganz einfach nicht meine Lebensmittel extra an Plastik reiben. Schon gar nicht eine säurehaltige Zitrone. Allerdings sind solche Pressen schon anspruchsvoll in der Herstellung.

Wie sich herausstellte, kann man mit fast jedem Design den Saft aus der Frucht holen. Allerdings wollen die Kunden, dass es extrem effektiv aussieht. Nur einfach Rillen hinein ritzen, ist aber auch nicht so einfach. Damit es ordentlich aussieht, müssen die Rillen nach unten breiter werden, sonst sind die Abstände unten zu groß.

Ton auf die „Berge“ aufmodellieren, kam aus Zeit- und Kostengründen nicht in Frage. Wenn man bei so einem Teil über 30 Euro verlangt, wird es sicherlich zäh im Verkauf. Also muss sie schon in einer akzeptablen Zeit fertig gestellt sein. Ich habe dieses mal mehr Ton zum drehen genommen, damit die entsprechende Stelle ordentlich dick ist. Am schnellsten bekomme ich die Rillen hin, in dem ich mit kurzen Zwischenrillen arbeite. Acht Rillen welche bis zur Spitze führen und dann in die entstandenen Zwischenräume nochmals eine nicht so hohe Vertiefung. Die beiden grünen Zitronenpressen vom Bild sind so gefertigt. Bei der graublauen Version habe ich schräge Reihen probiert. Sie gut aus, dauert aber zu lange.

Erwischt man den richtigen Zeitpunkt, lässt sich der Ton dann recht gut mit einer eckigen Schlinge abtragen. Ein paar Ideen dazu habe ich noch. Farblich wurde es dieses mal Steinzeug grau und grün. Aber erst mal schauen, was die Kundschaft meint. Die Wahrheit wartet am Marktstand…

Clayboy Engel 2023

Clayboy Engel 2023

Clayboy Engel 2023

Alle Jahre wieder… Ich habe nach langer Pause wieder einige Clayboys hergestellt. Weil Weihnachten seine Schatten voraus wirft, wurden es selbstverständlich alles Engel. Wie immer verschroben, drollig, skuril. So wie halt Engel sind. Zumindest bei mir. Mal schauen, wenn ich einige auf dem nächsten Markt verkaufe, folgt sicher noch einmal Nachschlag in diesem Jahr. Und während alles um mich herum teurer und teurer wird, werde ich beim gewohnten Preis bleiben. Pro Zentimeter Höhe = 1,-€.

tassenbaum2

Tassenbaum (2)

Tassenbaum (2)

Der Fuß vom Tassenbaum ergab sich fast von allein, als ich im Baumarkt diese „T-Hülse“ für Balken erblickte. Aus einem zweiten Balken habe ich vier Stücke gesägt. Die größeren Stücke sind jeweils 60cm lang und für die kleineren ergaben sich dadurch 35cm. Die Balken miteinander verklinkt. Wie auf dem Bild ersichtlich, wurden dann zwei Füße in T Form verbunden. Diese steckt man einfach in die beiden Öffnungen der Metallhülse.

So ergibt sich eine Fußgröße von ungefähr 60cm x 75cm. Das sollte einen sicheren Stand garantieren. Da es auf dem Markt nur gesteckt werden sollte, habe ich noch eine Sicherung eingebaut. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass ein Kunde aus versehen die Füße vom Baum trennt, aber man weiß ja nie. 🙂

Aus diesem Grund habe ich noch zwei Dachlatten mit einem Holzdorn versehen, welche die Füße schnell sichern.
Es fiel mir erst später auf, dass ich hier auch zwei Holzplatten nehmen könnte. Mal schauen, eventuell mache ich das noch.
Wenn man die Bauteile günstig kauft, ist man mit einem Fuffi dabei. Ob es den Tassenumsatz ankurbelt, wird sich beim nächsten Markt zeigen.

Teil 1 vom Tassenbaumbau findest du HIER. Bilder vom Baum gibt es erst nach dem nächsten Markt. Und das wird wohl jetzt etwas dauern…

Tassenbaum

Tassenbaum (1)

Tassenbaum (1)

Zu Beginn der Marktsaison 2023, hatte ich so meine Probleme mit einem neuen Regal für Tassen. Es sah toll aus, aber der Umsatz blieb aus. Nach dem Regal geisterten zwei weitere Konzepte in meinem Kopf herum. Entweder eine riesige Etagere oder ein Tassenbaum. Ein Tassenbaum ist ungefähr wie ein Kleiderständer, nur eben für Tassen. Man kann ihn auch gut vor bzw neben den Stand stellen und so ungenutzte Flächen nutzen.

Nun gehöre ich zu den Typen, die auch mal ohne Kaufabsicht in Baumärkte gehen. Und da kam mir in der Gartenabteilung, beim erblicken eines grauen Metallteils, eine gute Idee. Das Problem am Tassenbaum ist nämlich der kippsichere Fuß des Gestells. Mit einem mal war der Bauplan im Kopf und die benötigten Materialien im Einkaufswagen.

Zuhause ging es aber erst mal an das vermeintlich kleinere Problem – die Haken für die Tassen in das Kantholz bringen. 14er Buchenholzstäbe und ein 14er Bohrer genügen nicht. Die Haken sollen ja leicht nach oben stehen, damit die Tassen nicht abrutschen können. Uh – mal wieder alles improvisieren musste. Ohne Bohrständer der Bohrtiefe und Anschlag liefert, geht es wahrscheinlich nicht. Wenn so ein Holzbohrer erst mal „greift“, dann hat man kaum mehr was im Griff.

Einen gleichbleibenden Winkel für die Haken wollte ich ja auch. Das habe ich mit dem Hack wie auf dem Foto gelöst. Einfach mittels zwei unterschiedlichen Hölzern am Bohrständerfuß die Bohrmaschine in einen immer anwendbaren Winkel gebracht. Scheiße, wenn man nur so allgemeines Werkzeug vor Ort hat. Tischler lachen sich hier sicher kaputt. Aber das Ergebnis zählt. 28 Löcher erfolgreich gebohrt.

Welches Bauteil mich im Baumarkt auf die Idee brachte und wie ich den Fuß gebaut habe, berichte ich demnächst im zweiten Teil über den Tassenbaum.

Töpfermarkt Römhild

Töpfermarkt Römhild

Töpfermarkt Römhild

Ich schreibe nicht oft über absolvierte Märkte. Es ist auch immer kompliziert, ein Foto ohne Abmahnpotential zu finden. Man muss halt die abgebildeten Leute verpixeln, damit man auf der sicheren Seite ist.

Der Markt in Römhild gehört zu meinen Lieblingsmärkten, da ich einen Standplatz im schattigen Park habe. Das ist sonst nur noch auf zwei weiteren meiner „Stammmärkte“ so. Dadurch herrscht eine viel ruhigere Stimmung. Für Gartenkeramik ist es ohnehin kein Nachteil. Römhild liegt abseits genug, so dass das Publikum nicht zufällig dort vorbei kommt. Somit hat man ein gutes Publikum vor Ort. Zudem ist das handwerkliche Niveau der teilnehmenden Keramiker recht hoch, was man von vielen anderen Märkten leider nicht behaupten kann.

In diesem Jahr war es extrem schwül. Aber kein Ding, die Kisten waren innen noch reichlich feucht vom letzten Ostseeunwetter. Dazu waren in Thüringen Schuleinführungspartys. Beide Umstände könnten einige Besucher gekostet haben. Dennoch war der Umsatz okay für mich. Klar – liegt an der geilen Keramik… ;o)

geleiert

geleiert

geleiert

Neue Tassen mussten her. Der Ton war perfekt. Wenn es schnell und gut läuft, nenne ich das „leiern“. Wenn man richtig schnell arbeitet, entstehen solche Längsriefen. Die Finger zieht man dabei so schnell hoch, dass die Wandung unterschiedlich dick ist. Eigentlich sind es nicht viele Rillen, sondern nur eine, welche sich von oben bis unten durchzieht. Wobei dick dann das falsche Wort ist. Festen Ton kann ich richtig dünn ziehen. Wenn manchmal ein Klumpen oder Steinchen im Ton ist, hat das Gefäß dort ein Loch, wenn ich es auf das Brett stelle. Es wird später geschlossen, wenn ich die Teile mit Henkeln versehe.

So sind dieses mal richtig geile Tassen entstanden. Kein Schnickschnack dran, um einen guten Preis bieten zu können. Ich würde sie alle am liebsten selber kaufen. 😉

neue Farben

neue Farben

neue Farben

Gerade schrieb ich noch von Hitze, da hat es nach dem Siebenschläfertag mit regnen begonnen. War schon gut, denn es sparte mir einige Zeit im Garten.
Im Lauf des Jahres mache ich ja immer wieder Glasurproben. Durch einen Zufall ergab sich eine grau-grüne Kombination. Die gefällt mir richtig gut wird recht begeistert angenommen. Und wenn ich schon mal von Wasser schreibe – dann darf es auch ein Foto mit Wasser sein.

War an der Küste zum Markt. Wirklich böses Wetter gehabt. So mit Regen waagerecht und Marktabbruch. Kann man nicht ändern. Wer viel Sonne hatte, bekommt auch mal Regen.

Sommer 23

Sommer 23

Sommer 23

Manchmal ganz schön praktisch, wenn die Sonne ballert. Manch Keramiken drehe ich so dünn, dass sie beim glasieren „absaufen“. Der Scherben kann nicht genug Wasser von der Glasur aufnehmen. Somit muss man geduldig sein. Oder man nutzt die Kraft der Sonne. 🙂 Also landen die frisch glasierten Becher hier für eine Weile vor der Werkstatt.

Einer der Nachteile des Sommers? In Städten ohne Touristen laufen die Märkte schlechter. Saure Gurken Zeit. Zudem sind die Gärten geschmückt und langsam verkauft sich Gartenkeramik schlechter. Muss also schon an Weihnachten denken. In 5 Monaten….

Ton in Ton

Ton in Ton

Ton in Ton

Wenn ich hier selten schreibe, ist es nicht immer ein schlechtes Zeichen. Erst war allerhand Stress mit vielen Märkten und jetzt hält mich mein Garten auf Trab.
Beim Markt in Bürgel war ja auch wieder der Keramikpreis ausgeschrieben. Motto lautete „Ton in Ton“. Das war so kein Thema für mich, aber Wettbewerbe leben ja auch von Teilnahme.

Es waren dieses Jahr nicht sehr viele Exponate im Ausstellungsraum. Und eigentlich haben 95% der Keramiker bei Ton in Ton wohl an Klang gedacht, als sie ihre Stücke fertigten. Und dann stand da meine kleine, braune Schale… 🙂
Eine mich nicht kennende Kollegin fragte in die Runde: was denn bei Ton in Ton die Schüssel zu suchen hätte? Leider stand auf dem Schild zu meinem Exponat nur „Schale“, statt wie angemeldet „Ton in Ton“. Aber ob es geholfen hätte, wenn man nur an Klänge denkt?

Nichts lag für mich näher, Ton als (Lehm)Glasur zu verwenden. Und da es nicht Ton AUF Ton hieß, war eine Schale naheliegend. Es ist also Ton IN Ton.
Damit es nicht zu einfach ist, habe ich noch einen Ausguss und Griff zugefügt. Ich hatte auch größere Exemplare gedreht. Allerdings war das dann technisch nicht gut. Die Größe vom „Griff“ muss ja auch das Gewicht einer gefüllten Schale entsprechen. Bei großen Durchmesser kommt da einiges durch die Hebelwirkung zusammen. Deshalb funktioniert die Sache wohl nur bis zu einem Durchmesser von so 25cm.

Letzten Endes habe ich es mir freilich einfach gemacht und auch keinen Preis erwartet. So völlig offene Mottos sind nicht mein Ding. Wobei ich in der Masse schon erwartet hatte, dass da am Ende nicht über 90% der Teilnehmer bei Ton an „Töne“ denken.
Wie konnte ich nur mal wieder abweichen? 😉 Egal. Die Schalen werden gekauft, was am Ende ja nicht unwichtig ist.

Tassenregal

Tassenregal

Tassenregal

Ab und an versucht man auch mal, den Marktstand zu optimieren. Vor dem ersten Markt,habe ich mir deshalb auf die Schnelle ein Tassenregal zusammen gezimmert. Von denen würde ich gern mehr verkaufen. Es war auf dem hinteren Tisch mittels Schraubzwingen am Tisch befestigt. Sah gut aus. Viele Tassen auf einmal – gut präsentiert. Aber die Kunden kamen nicht an das Regal heran. Der Verkauf der Tassen kam ins stocken. Mit einigen kleinen Änderungen am Stelllplatz auf folgenden Märkten, änderte sich leider nichts.

So habe ich kurzerhand am letzten Wochenende den Stand umgekrempelt. Tassen vorn, unten, zentral – jeder kann sehen und anfassen. Dafür mussten andere Gartenartikel weichen und wurden draußen platziert. Das Ergebnis war ernüchternd. Nicht nur wenig Tassen verkauft, sondern auch keine Springbrunnen, welche normal dort stehen. Am Sonntag habe ich nochmals umgeräumt.

Das Regal wurde ausgemustert. Und siehe da… Tassen und Brunnen verkauften sich wieder. Ist alles nicht wirklich immer logisch. Dennoch hätte ich gern wieder den durch das Regal gesparten Platz, für andere Keramiken. Werde wohl einen „Tassenbaum“ vor dem Stand probieren müssen. Würde gern noch mehr Tassen verkaufen, da die mir wirklich gut von der Hand gehen. Dadurch kann ich sie recht günstig anbieten und was das Gewicht angeht, 260 g bei 0,7l Inhalt – da gehören meine Pötte zu den Leichtgewichten. Dabei drehe ich sie nicht mal ab. 😉 Naja – es gibt auch Humpenliebhaber und die Geschmäcker sind weit gefächert…
Bleibt nur die Frage: was mache ich mit dem Regal? Habe keine Lust mehr auf Experimente die nicht klappen. 🙂

Marktsaison

Marktsaison

Marktsaison

Mittlerweile läuft ja die Marktsaison. Das Wetter meinte es bist auf meinen ersten Markttag des Jahres, auch soweit gut. Wollte hier nur mitteilen, dass ich nächstes Wochenende nicht am Töpfermarkt auf Schloss Klaffenbach mitmachen werde. Passt einfach zeitlich nicht, was wirklich schade ist. Einmal vor Ort, ist es ja auch ganz angenehm dort.

Ich muss aber nicht jedem Euro nachlaufen. Fehlen die wichtigsten Produkte, ist eine Marktteilnahme nicht sonderlich effektiv. Ich kann die so gewonnene Zeit gut brauchen. Das Auto braucht eine Reparatur. Der heimische Garten will auch gepflegt sein… Und die wichtigsten Produkte im Portfolio sind knapp. Muss nach produzieren und habe zum nächsten Markt dann lieber mehr Auswahl dabei.
Mache mir halt nicht viel aus Stress.

Petalit

Petalit

Petalit

Man man man… da will ich mein drittliebsten Glasurrohstoff (nach Lehm und Asche) nachkaufen und denke, ich falle vom Stuhl. Petalit hat einen gewaltigen Preissprung nach oben gemacht. Manch Händler hatte es gar nicht im Angebot. Aber klar, dann denkt man daran: Lithium-Aluminium-Silikat. Lithium… da war doch was? Ist also unwahrscheinlich, dass da noch mal der Preis fällt. Was tun? Da muss mal wieder die Glasurküche aktiviert werden. Sollte machbar sein, auch mit Kalifeldspat etwas vernünftiges zu zaubern.

verzockt

verzockt

verzockt

Ich dachte mir so – los mach mal Wasserspuckerfische, die gehen auf Märkte recht gut weg. Aber ich hatte längst vergessen, wie ich die beim letzten mal gemacht habe. Klar, irgendwie gedrehter Körper und dann verformen und anmodellieren. Hat irgendwie nicht geklappt. Nun stand da ein Schwung dieser Körper auf dem Brett und ich bekam keine Fische damit hin. Muss ja auch in einem vernünftigen Zeitraum umgesetzt werden, wegen dem Preis.

Aber Vogel geht immer. Schnabel und Augen dran – fertig. Kleiner als Zaunsitzer, dennoch auf einem Stock im Beet sicher brauchbar. Puuuh, gerade nochmal gut gegangen. Verdammt – wie habe ich vor zwei Jahren die Fische gemacht? 🙂

Kurz offline

Ideefactory war eine Woche außer Betrieb. Mir hat es bei einem Update irgend etwas an der Webseite zerschossen. Zum Glück hatte ich ein Backup liegen. Allerdings bekomme ich das alte Designtheme nicht mehr zu laufen. Ein neuer Anstrich nach einigen Jahren ist ja auch nicht verkehrt. Ich hoffe, ihr seid nicht zu verwirrt. Ich werde hier und da jetzt noch an der Seite arbeiten, je nachdem wie ich dafür Zeit finde.

Tassennachschub

Tassennachschub

Tassennachschub

Tassen werden heute meist nur als Einzelstück gekauft. Von daher kann ich von meinen Standardfarben auch mal abweichen. Momentan scheinen Steinzeugtassen beliebt, bei denen außen Teile unglasiert bleiben. Besonders bei Ton mit Spots. Leider hat mein Tondealer da nicht wirklich was im Angebot. Da muss ich wohl doch mal den Anbieter wechseln. Aber erst mal schauen, wie sich dieser Typ Tasse verkauft?

Ansonsten rückt die Marktsaison heran. Habe mich für die Märkte in Kapellendorf/Crinitz gar nicht erst beworben. Ist vom Wetter zu viel Risiko und dann macht man lieber im Sommer einen Termin mehr.
Gerade mache ich „klar Schiff“ im Lager. Viel Arbeit – da die ich die Kisten nach dem Weihnachtsmarkt, wahllos mit nicht verkaufter Keramik füllte. Ein extra Tassenregal muss auch gebaut werden.

Schaut auch wieder nach haufenweise Schnäppchen aus. Nach der Weisheit, dass der erste Verlust der Geringste ist… trenne ich mich mittlerweile recht schnell von Ladenhütern. Habe zu oft manch Stück jahrelang von Markt zu Markt geschleppt. Und irgendwann fällt es herunter. ;( Es ist belastend. Manchmal trifft man eben nicht den Geschmack der Kunden. Dann nehme ich Material- und Stromkosten mit und habe Luft, für allerhand neue Sachen. Klar verkauft man solch Sachen irgendwann mal. Viele Töpfer würden so etwas auch nie machen. Ich habe gute Erfahrungen mit dieser Vorgehensweise gemacht. Frühjahrsputz und dann mit frischem Schwung!

für Glasurproben

für Glasurproben

für Glasurproben

Glasurproben muss ich eigentlich recht häufig machen. Bei einem ersten Versuch mischt man nicht sonderlich viel Glasur an. Dementsprechend braucht man dann auch keine Schüssel als Träger. Ich drehe zu Feierabend solch einen Ring auf der Töpferscheibe. Am nächsten Tag wird er zerschnitten. So entstehen simple Glasurträger, welche aufrecht im Ofenstehen können. Und ganz wichtig – mit Nummern versehen. Für alle Versuche habe ich ein entsprechendes Buch, in dem die Rezepte notiert sind. Ist wirklich wichtig. Die Rezepte sind nach spätestens einer Woche aus dem Kurzzeitgedächtnis verschwunden.

mimimi

Mimimi

Mimimi

Mal wieder nicht aufgepasst und den Finger mit dem Messer angeritzt. Verdammt, falscher Finger, falsche Stelle. Nach vier Schüsseln habe ich aufgegeben. Das Wasser öffnet beim drehen den Schnitt wieder und dann arbeitet man praktisch wie mit einem Widerhaken am Finger. Mimimi – es nervt. Also mal andere Arbeit im Garten suchen.

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